"Softwareentwickler/-in" gehört zu den nicht geschützten oder eindeutig definierten Berufsbezeichnungen. Damit kann sich prinzipiell jeder diesen Beruf auf die Visitenkarte schreiben und mehr oder weniger kompetente Dienstleistungen anbieten, weswegen kompetente Berufsvertreter/-innen bevorzugt den Ausbildungsgrad angeben.

Vielseitiges Berufsbild

Softwareentwickler/-innen sind auf allen Ebenen der modernen Datenverarbeitung tätig. Dazu gehören Analysen der Ausgangssituation und Zielformulierung, Planung und Projektmanagement sowie die Entwicklung und Implementierung aller Arten computerbasierter Lösungen.

In allen Bereichen des modernen Lebens sind Softwareentwickler/-innen involviert. Von der Entwicklung autonomer Logistiklösungen bis zur ständigen Verbesserung in der Assistenz- und Unterhaltungselektronik finden Sie ein Aufgabenfeld, das Ihren persönlichen Neigungen und Interessen entspricht.

"Als es noch keine Computer gab, gab es auch das Programmieren als Problem nicht. Als es dann ein paar leistungsschwache Computer gab, wurde das Programmieren zu einem kleinen Problem und nun, wo wir leistungsstarke Computer haben, ist auch das Programmieren zu einem riesigen Problem angewachsen." (Edsger Wybe Dijkstra)

Wirtschaftlichkeit und Effizienz als Handlungsleitlinien

Auf allen Ebenen der möglichen Aufgabenfelder für Softwareentwickler/-innen geht es im Ergebnis um die Optimierung von Prozessen, Anwendungen und/oder Schnittstellen zwischen interagierenden Einheiten.

Softwareentwickler optimieren durch Anpassung vorhandener Programme die Bedienbarkeit und passen die Leistungsfähigkeit der IT-Lösungen an einen definierten Bedarf an. Zu dieser Aufgabenstellung zählen die Überprüfung der bestehenden Lösung, die Konzipierung verbesserter Programmierungen und die Kalkulation der möglichen Alternativen.

Neben der Leistung (Performance) einer IT-Infrastruktur sind auch die Datensicherheit, die Datenstruktur und die Gestaltung der Programmoberflächen relevant für die Funktionalität und Effizienz eines Systems. Oft werden die jeweiligen Aufgaben auf spezialisierte Softwareentwickler/-innen aufgeteilt, die als Team eine Komplettlösung erstellen.

Die Dokumentation des Optimierungsprozesses Softwareentwicklung gehört zur Dienstleistung, unabhängig davon, ob es sich um die Projektrealisierung eines externen Servicebüros oder um eine Inhouse-Lösung handelt. Durch diesen Projektschritt wird die abschließende Schulung der künftigen Anwender/-innen einer neu entwickelten oder mit Erweiterungen angepassten IT-Architektur erleichtert.

Typische Aufgaben für Softwareentwickler

Kaum eine Branche kommt ohne IT-Lösungen für konkrete Fragestellungen aus. Selbst im Handwerk werden Teile der Arbeit von computergestützten Systemen erleichtert.

Für Softwareentwickler/-innen ist vor diesem Hintergrund eine Vielzahl von Aufgaben verschiedener Komplexität auszumachen:

  • Analyse bestehender Systemlösungen hinsichtlich Effizienz und Optimierungspotential,
  • Entwicklung und Programmierung von System- und Detaillösungen,
  • Beratung von Unternehmen und Organisationen hinsichtlich Kosten und Realisierungsoptionen,
  • Implementierung neuer IT-Lösungen und Anpassung verschiedener IT-Anwendungen,
  • Evaluierung und Dokumentation einzelner Prozesse sowie
  • Betreuung und Schulung für die Anwendungsebene.

Fazit

  • Da die Berufsbezeichung "Softwareentwickler/-in" nicht geschützt ist, empfiehlt es sich gegenüber (potentiellen) Kunden den akademischen Grad oder den Arbeitsschwerpunkt zu nutzen.
  • Von Gaming bis Datensicherheit stellen sich Ihnen in der Softwareentwicklung vielseitige Aufgaben.
  • Oft arbeiten Sie bei Prozessoptimierungen in Kompetenzteams, deren einzelne Mitglieder sich auf Teilbereiche fokussieren.
  • Als Softwareentwickler/-in stellen Sie Ihre Fähigkeit in den Dienst von Entscheider- und Anwenderebenen.
  • Wirtschaftlichkeit ist eine der wichtigsten Leitlinien bei der Entwicklung von Softwarelösungen.
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